Jürgen Schmitter
Jürgen Schmitter, SPD Schulexperte

Die Mitglieder  des SPD-Arbeitskreises “Schule, Kultur und Sport”, die sich gestern zur Vorbereitung der Sitzung des Kreisschulauschusses am  14. März 2011 trafen, waren einstimmig der Meinung, dass die notwendige Schulentwicklung im Kreis Steinfurt nicht im Kompetenzgerangel von Bürgermeistern und Landrat untergehen darf. Anne Rottmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, verdeutlichte: “Wenn die 24 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zusammen mit der Kreisverwaltung einen “offenen Dialog über die Zukunft der Schullandschaft” wünschen, wie kürzlich von einigen Bürgermeistern mit dem Staatssekretär des Schulministeriums begonnen, dann müssen  die Gemeinde- und Stadträte sofort  kommunale Arbeitskreise bilden. Denn Schulentwicklung ist nicht nur eine Sache der Verwaltungen, sondern betrifft die gesamte Öffentlichkeit: Schüler und Eltern und Lehrkräfte, die politischen Gremien und die gesellschaftlichen Gruppierungen.

Und Dr. Jürgen Schmitter, Bildungsexperte der SPD-Kreistagsfraktion, ergänzte: die Unterstützungsfunktion des Kreises, der selbst Schulträger von 6 Berufskollegs und  2  Förderschulen ist, und insbesondere seines Regionalen Bildungsnetzwerkes (RBN) sollte nicht missachtet werden – sonst wird das RBN zunehmend bedeutungslos. Hinzu kommt, dass der Kreis mit seinen Berufskollegs (inklusive seiner beruflichen Gymnasien) zur Kooperation mit den Schulen der Sekundarstufe I verpflichtet ist.

Weiterhin verwies Schmitter auf einen Antrag für den SPD-Unterbezirksparteitag am 9. April in Emsdetten, in dem sowohl die weitere Novellierung des Schulgesetzes NRW gefordert wird, als auch den Kommunen unseres Kreises Folgendes vorgeschlagen wird:

  • unverzüglich kommunale bzw. interkommunale Arbeitskreise zur Schulentwicklung zu bilden;
  • aktuelle Schulentwicklungspläne aufzustellen, auch schulträgerübergreifend,, die u.a. präzise Daten über Ein- und Auspendler sowie “Rückkehrer”(sog. “abschulen”) enthalten;
  • Konzepte zur qualitativen Verbesserung bestehender Bildungsgänge zu entwickeln;
  • alternative Formen der Schulorganisation zu überlegen, in denen z.B. gemeinsames Lernen von Klasse 1 bis 10 unter einer gemeinsamen Schulleitung möglich ist.

Entscheidend für die SPD ist, dass die bestehenden Gymnasien mit in diese Entwicklung einbezogen werden, und nicht außen vor bleiben.