Rentenversicherung

Wer über Jahrzehnte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, muss auch in Zukunft mit der Rente über der sogenannten “Grundsicherung im Alter” liegen. Dafür wollen sich die beiden Delegierten der SPD im Kreis Steinfurt, Gundula Grommé und Oliver Janke, bei einer außerordentlichen Sitzung des Landesparteirates in Düsseldorf starkmachen. “Bis 2030 wird die gesetzliche Rente im Durchschnitt nur noch 43 Prozent des Durchschnittseinkommens ausmachen”, erklärte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreis Steinfurt, Gundula Grommé.

“Vor allem für Menschen, die unterhalb des Einkommensdurchschnitts verdienen, wird es immer schwieriger, einen Rentenanspruch über der gesetzlich garantierten Mindestrente zu erwerben.” Nach Auffassung der Sozialdemokraten ergibt sich aus dieser Entwicklung erheblicher Sprengstoff. “Viele Menschen arbeiten trotz Vollzeitjob am Existenzminimum. Für zahlreiche Arbeitnehmer sind die 45 Beitragsjahre eines sogenannten Eckrentners außerdem eine reine Illusion”, erläuterte Oliver Janke von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. “Für uns ist klar, wer ein Großteil seines Lebens arbeitet, muss auch in der Rentenzeit mehr haben, als jemand, der nicht oder kaum in die Rentenkasse eingezahlt hat. Alles andere stellt das Solidarsystem auf den Kopf.” Für Grommé und Janke zeigt sich gerade in der Krise, wie stabil die gesetzliche Rentenversicherung ist. Während in der privaten Vorsorge die garantierten Zahlungen sänken, sorge das gesetzliche Rentensystem für ein hohes Maß an Stabilität und sozialen Ausgleich.

Im Hinblick auf den Bundesparteitag der Partei Anfang Dezember in Berlin machte Oliver Janke, der dort erstmalig sein Delegiertenmandat ausüben wird,  klar: “Die SPD im Kreis Steinfurt setzt sich für eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Wir müssen die Finanzierungsgrundlage verbreitern und mehr Solidarität auch von Wohlhabenden und Unternehmen einfordern, damit das System auch in Zukunft eine auskömmliche Rente garantiert.”