„Das Gesundheitsamt soll mit seinen Angeboten zu den Bürgern kommen.“ Das ist das Fazit der SPD-Fraktion im Kreistag, die das neue Standortkonzept der Kreisverwaltung damit unterstützt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Fraktion hervor. “Unser Anliegen war es, den Standort Tecklenburg als Anlaufstelle für die Bürger nicht zu schwächen”, erklärte Fraktionsvorsitzende Elisabeth Veldhues. “Gleichzeitig leistet die Verwaltung mit einer Konzentration auf die Standorte Steinfurt und Tecklenburg einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung des Kreishaushaltes.”

Die SPD will eine veränderte Aufgabenwahrnehmung, eine verstärkte „Gehstruktur“. So wird das Gesundheitsamt zu den Schuleingangsuntersuchungen in die Kindergärten gehen und nicht mehr die Kinder und Eltern ins Gesundheitsamt einbestellen. Auch andere Angebote, z.B. Schwangerschaftskonfliktberatung, können Sprechstunden vor Ort anbieten.

Seit 2010 berät die Finanzkommission des Kreistages über ein neues Standortkonzept. Grund hierfür waren zum Teil hohen Sanierungskosten in den Außenstellen sowie hohe Arbeitsplatzkosten. Ohne Berücksichtigung des Arbeitslohnes liegen momentan die Kosten für einen Arbeitsplatz in den Gesundheitsämtern in Rheine, Ibbenbüren und Lengerich mehr als doppelt so hoch, als im Kreishaus in Steinfurt.

Während die Standorte Ibbenbüren und Lengerich zu Gunsten des Standortes Tecklenburg aufgegeben werden sollen, bleibt der Standort Rheine in angemieteten Büros erhalten. Gleichzeitig unterstützt die SPD-Fraktion das Vorhaben, alle Mitarbeiter in Tecklenburg, die keinen oder nur wenig direkten Bürgerkontakt haben, in einen Erweiterungsbau nach Steinfurt zu verlegen.

Mit dem neuen Konzept sichere der Kreis eine Präsenz in der Fläche dort, wo die Bürger einen wohnortnahen Ansprechpartner brauchen. “Auf der anderen Seite schrauben wir die unvertretbar hohen Kosten herunter, die durch die Aufteilung der Mitarbeiter auf verschiedene Standorte mit sich bringt. Letztendlich sind wir auch verpflichtet, die Steuermittel der Bürger möglichst effizient einzusetzen und unseren Kindern einen soliden Haushalt zu hinterlassen”, unterstrich Veldhues.