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Auf ein sehr gemischtes Stimmungsbild bereitete der Vorsitzende der sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), Andreas Sievert,  den Ministerialdirigenten Johannes Winkel  bei seinem Besuch im Kreishaus vor. Zunächst  konnte der Finanzexperte  aus dem Innenministerium den Vertretern der SPD-Fraktionen aus dem Kreis aber  positive Meldungen zum kommunalen Finanzausgleich verkünden. So steigen die gesamten Zuweisungen des Landes gegenüber 2011 um 500 Mio. Euro auf insgesamt 8,8 Milliarden Euro. “Bei der  Verteilung gibt es allerdings Gewinner und Verlierer sowohl bei großen als auch bei den kleinen Kommunen”, so Winkel. Dies sei insbesondere auf die durch das Landesverfassungsgericht geforderte Änderung der Anrechnung der  Soziallasten bei den Städten und Gemeinden zurückzuführen.  Dagegen habe sich die auch aus dem Kreis Steinfurt geforderte Einführung eines Flächenansatzes nicht wesentlich ausgewirkt.

Die Auswirkungen im Kreis Steinfurt waren dann Inhalt der sich anschließenden lebhaften Diskussion.  So wies  der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kock aus Emsdetten darauf hin, dass in kommunalen Haushalten der Großteil der Ausgaben durch Gesetze vorgegeben sei. Auch Bürgermeister Heinz Steingröver aus Ibbenbüren machte deutlich, dass selbst bei eisernem Sparen, der Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht zu schaffen sei.  Johannes Winkel machte an dieser Stelle deutlich, dass man mit dem Finanzausgleich nicht die Defizite der Kommunen beseitigen könne. Ein große Belastung für die Kommunen seien die explodierenden Sozialausgaben und die insgesamt zu geringen Einnahmen des Staates.  Diese liegen jedoch in der Gesamtverantwortung des Bundes. Das Land plane aber mit einem Stabilisierungspaket den Kommunen bei ihrem Weg aus der Finanzmisere zu unterstützen.