09.03.2010
Thema dieser News: Unterbezirk .
Fördern statt frustrieren
Veldhues fordert weitere Gesamtschulen im Kreis
„Warum kann ich mir die Grundschule selber suchen, wenn mir die anschließende Entscheidung über den weitergehenden Schulbesuch meines Kindes aus der Hand genommen wird?" Keine unberechtigte Frage einer Emsdettener Mutter, die gerade hautnah die Schulkarriere ihrer Kinder begleitet. Im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Elisabeth Veldhues und der schulpolitischen Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Anne Rottmann schilderte sie aus ihrem Erfahrungsschatz. Als alleinerziehende, vollberufstätige Frau sei sie auf die Ganztagsschule angewiesen und habe die Offene Ganztagsgrundschule begrüßt. Leider erfülle diese bei weitem nicht die Erwartungen, die sie an sie gehabt hätte. So müsse man bei der Hausaufgaben-Hilfe feststellen, dass einzelne Betreuer nicht einmal über hinreichende Deutsch-Kenntnisse verfügen. „Wie sollen die dann meinem Kind helfen können?" fragt sie. Und vor dem angestrebten Realschul-Besuch steht nun der Prognose-Unterricht. „Ein Prüfungsverfahren, wie vor 60 Jahren!" merkte dazu Anne Rottmann an. In einem dreitägigen Test in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachkunde muss der Viertklässler nun beweisen, ob er die notwendige Reife zum Besuch der Realschule mitbringt. Der Besuch einer ortsnahen Gesamtschule wurde ihm bereits mangels Plätzen verweigert. „Ein Unding, statt Kinder zu fördern werden sie frustriert." so Veldhues. Die Anmeldezahlen im Kreis zeigen, dass es dringend nötig sei, neue Gesamtschulen zu gründen. Und wenn Emsdetten dieser Schulform keine Chance geben will, dann müssten sich vielleicht die Rheinenser für eine zweite Gesamtschule entscheiden! zog Elisabeth Veldhues abschließend das Fazit der Runde.
