Bundesmittel nur „Tropfen auf den heißen Stein“

In einem Gespräch mit Elisabeth Veldhues, der NRW-Landesbeauftragten für Menschen mit Beeinträchtigungen, und Achim Tangelder, stv. Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaften „Selbst aktiv“, wurde deutlich, dass die vom Bund insgesamt für die Jahre 2016 – 2018 für ganz Deutschland vorgesehenen 50 Millionen Euro bei weitem nicht ausreichen. „Wir benötigen jährlich 50 Millionen Euro, um allein die kleineren Schienenhaltepunkte zeitnah angemessen barrierefreundlich umzubauen“ erklärte Anneli Hegerfeld-Reckert, verkehrspolitische SPD-Sprecherin im Kreis Steinfurt.

Gefördert werden durch dieses Programm vom Bund Stationen mit weniger als 1000 Reisenden pro Tag. Für das Programm hat der Zweckverband SPNV Münsterland jetzt die Bahnstationen Maria Veen, Reken, Klein-Reken und Bösensell angemeldet.

Zusätzlich hält die SPD bei einer Reihe von weiteren Stationen im Münsterland den barrierefreien Umbau für dringend erforderlich. Im Kreis Steinfurt gehören dazu die kleineren Bahnstationen Rheine-Mesum, Hörstel , Ibbenbüren-Laggenbeck, Ibbenbüren-Esch, Reckenfeld und Halen.

Kriterien für einen Umbau sind unter anderem eine barrierefreie Wegeleitung und Kundeninformationsanlagen, ein stufenfreier Bahnsteigzugang und eine optimierte Bahnsteighöhe.

Allein der Umbau nur der Stationen im Münsterland kostet ca. 50 Millionen Euro. „Ohne eine deutliche Erhöhung der Fördergelder ist das Bundesprogramm lediglich Kosmetik und bedeutet für den Großteil der Betroffenen keine Hilfe“ so Achim Tangelder abschließend.

Zu den Fotos:
Die verkehrspolitische Sprecherin in der SPD-Kreistagsfraktion Annelie Hegerfeld-Reckert

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, die sich zum Gespräch in Münster trafen, rechts Achim Tangelder, AG Selbst Aktiv