Die Neue auf der Kommandobrücke der SPD

Katharina Biegi (29) ist ab Juli neue Geschäftsführerin der SPD im Kreis Steinfurt und in Münster

Kreis Steinfurt.  Generationswechsel auf der Kommandobrücke der SPD im Kreis Steinfurt: Mit Beginn des Monats Juli wird Katharina Biegi neue Geschäftsführerin des SPD-Unterbezirks. Die 29-Jährige tritt die Nachfolge von Veronika Nolte an, die im Juni in den Ruhestand gegangen ist.

Das Telefon im SPD-Parteibüro in Münster klingelt. „Mein Chef“, sagt Katharina Biegi. Sie entschuldigt sich für einen Moment. Christoph Strässer,  Bundestagsabgeordneter der SPD, möchte Termine mit ihr abstimmen. Die heiße Phase des Wahlkampfes naht, und Biegi hat die Fäden in der Hand. Denn seit 2015 leitet sie das Wahlkreisbüro des Abgeordneten Strässer. Erfahrungen im Wahlkampf-Management hat Biegi auch zuvor schon gesammelt. Sie war  persönliche Referentin von Andrea Arcais, dem SPD-Kandidaten bei der Europawahl 2014.

Anspruchsvolle Aufgaben

Beides anspruchsvolle Aufgaben,  die sie auch für die Nachfolge von Nolte qualifiziert haben. Wie ihre Vorgängerin, wird Biegi nicht nur für die SPD im Kreis Steinfurt, sondern auch für den Unterbezirk Münster als Geschäftsführerin arbeiten. Drei Tage hier, zwei Tage dort – in der nächsten Woche dann umgekehrt. Ein Job, der die ganze Frau fordert.

Rund 2200 SPD-Mitglieder im Kreis Steinfurt in 24 Ortsvereinen, in Münster sind es nur unwesentlich weniger Männer und Frauen, die den roten SPD-Ausweis haben. Da fallen jede Menge Aufgaben an. Hier Gespräche führen, dort Sitzungen organisieren, immer wieder Papiere und Konzepte für Diskussionen und Entscheidungen entwerfen. Besonders in Zeiten von Wahlen ist die Arbeitswoche einer Geschäftsführerin randvoll mit Terminen. „Ich werde meine Arbeitszeit gerecht verteilen:  Fifty-Fifty für Steinfurt und Münster“, verspricht sie.

Im Münsterland aufgewachsen

Katharina Biegi: Geboren in Mainz, aufgewachsen aber im Münsterland. Deshalb kann sie zurecht sagen: „Ich kenne die Menschen hier.“ Seit 2010 lebt sie in Münster. „Natürlich ist mir die Stadt Münster deshalb bisher noch vertrauter als die Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt, aber das möchte ich gerne ändern.“ Einige Orte und SPD-Ortsvereine kennt sie schon, alle anderen möchte sie so bald wie möglich kennen lernen. „Ich würde mich auch über Einladungen freuen“, sagte sie.

Kreis Steinfurt „sehr spannend“

Den Kreis Steinfurt findet sie politisch „sehr spannend“. „In manchen Städten ist es wie so häufig im Münsterland, da hat die SPD es ziemlich schwer. Aber erstens ist das eine Herausforderung, und zweitens gibt es ja noch das Tecklenburger Land, wo wir als SPD wirklich sehr gut aussehen.“

Für ihre tägliche Arbeit in den Parteibüros in Rheine und Münster hat sie sich vor allem zwei Dinge vorgenommen: Sie will die SPD als Mitgliederpartei noch stärker machen. Das bedeutet: „Unsere Mitglieder sind unsere stärkste Ressource und das Fundament unserer Partei. Daher ist es wichtig sie vor Ort in die Arbeit einzubeziehen.“

Noch Luft nach oben

Ein zweites großes Ziel ist es, jungen Menschen und Frauen in der SPD größere Chancen zu geben. „Sicher muss man als junges Parteimitglied ein bisschen Geduld mitbringen und sich auch bewähren.  Aber nach meiner Meinung ist noch deutlich Luft nach oben, was die Einbindung von Jugend und Frauen angeht.“

Das Telefon klingelt erneut. Aus der Ruhe bringen lässt sich Katharina Biegi nicht. Zu ihren Stärken gehören das ganz offenkundig das Organisieren und das strukturierte Arbeiten. Zudem versteht sie sich als „Teamplayerin“.  Aber natürlich, so sagt sie, müsse sie in ihrer Arbeit noch lernen. Ihre Vorgängerin, Veronika Nolte, ist da auch ein Vorbild. „Sie hat nie lange gefackelt,  sondern die Dinge angepackt. Sie war eine Macherin. Da möchte ich auch hinkommen.“

Der Bundestagswahlkampf wird ihre erste große Bewährungsprobe. „Ich freue mich auch den bevorstehenden Wahlkampf. Wir haben ein gutes Programm, einen starken Spitzenkandidaten und tolle Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort.“

Sie freut sich auf die Herausforderung –  und das ist sicher eine gute Voraussetzung für den neuen Job als Geschäftsführerin.

Foto: Katharina Biegi, ab Juli neue Geschäftsführerin der SPD im Kreis Steinfurt und in Münster. (Foto: SPD)

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