Alle Alternativen sorgfältig prüfen

Ende diesen Jahres endet der Steinkohlebergbau in Ibbenbüren. Dort ansässig: eine Grubenwehr mit Gemeinschaftsgebäude und Übungsanlagen. Spätestens 2020 wird auch sie den Standort Ibbenbüren verlassen.

Ortswechsel: der Kreis Steinfurt betreibt Feuerwehr und Rettungsdienst maßgeblich in der in Rheine ansässigen Kreisleitstelle. Der dortige Mietvertrag endet 2020, zurzeit ist ein Alternativstandort in Steinfurt in Planung.

Was beide Sachverhalte gemeinsam haben: die Feuerwehr im Kreis Steinfurt benötigt unter anderem eine sog. Atemschutzübungsstrecke, in der Gefahrenlagen realistisch trainiert werden können. Genau eine solche findet sich auf dem Gelände der Grubenwehr Ibbenbüren. Genau ab 2020 wäre sie verfügbar.

„Wir haben den Eindruck, der Landrat plant einen Neubau in Steinfurt, ohne über den Tellerrand zu schauen“, kritisieren nun die Sozialdemokraten. „Nach unseren Informationen wurde der Standort Ibbenbüren bisher nicht in Betracht gezogen.“ Daher beantragt die SPD-Kreistagsfraktion, eine Nachnutzung der Atemschutzübungsstrecke in Ibbenbüren zu prüfen. „Immerhin wäre es eine riesige Verschwendung von Steuergeld, teuer neu zu bauen, anstatt vorhandene Synergien zu nutzen. Deshalb wollen wir zumindest alle Alternativen sorgfältig geprüft haben, bevor wir eine Entscheidung treffen“, fordern die Sozialdemokraten abschließend.

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