„Geld in Menschen investieren, nicht nur in Beton“ / Kreis-SPD will den Sport stärker fördern

Foto: Willers

„Pakt für den Sport“ nennt sich ein Papier, das die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Kreissportbund (KSB) verabschieden will. Es soll die Sportförderung im Kreis Steinfurt für die kommenden fünf Jahre festzurren. Laut Verwaltung kämen dem Sport jährlich 57.000 € mehr zugute als bisher. „Eine Mogelpackung“, findet die SPD-Kreistagsfraktion.

 

„Rund 15.000 € werden nur innerhalb des Kreisetats verschoben, weitere Tausende dienen der Finanzierung von Festveranstaltungen und begünstigen den Sport daher nicht unmittelbar. Die Erhöhung der Vereinsunterstützung um 25 Cent pro Mitglied verdeckt, dass in den 90ern die gesamte Sportförderung halbiert wurde“, erklärt Anne Rottmann, Sprecherin der SPD im Schul-, Kultur- und Sportausschuss, die Zusammenhänge. Zudem sei der Kreissportbund seit Jahren unterfinanziert. „Dass immer mehr Projekte stattfinden, ist für uns zwar erfreulich. Dahinter steckt aber eine enorme Organisationsleistung, die nicht zuletzt dem Kreissportbund zu verdanken ist.“ Um die Verwaltungskosten finanzieren zu können, mussten vor einiger Zeit gar die Beiträge der Mitgliedsvereine verdoppelt werden. Dennoch verbleibe eine Lücke.

 

„Sport dient der Identitätsentwicklung, stiftet Werte und Gemeinschaftsgefühl. Im Sport findet gelebte Integration statt. Angesichts der Tatsache, dass der Kreis Steinfurt aktuell Millionen in Beton investiert, sollten uns die Menschen etwas mehr wert sein“, finden die Sozialdemokraten. Sie wollen daher den Sport finanziell stärker unterstützen und planen entsprechende Initiativen für die anstehenden Haushaltsdebatten.

 

 

 

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