Auf den Spuren der Vergangenheit

AG 60 plus des Unterbezirks zu Besuch in der Bundesstadt Bonn

Zwischen dem Besuch im Haus der Geschichte und der Fahrt auf dem Schiff versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Gruppenfoto.

Kreis Steinfurt. „Was waren das für schlimme Zeiten! Was hatten wir für eine interessante Jugend! Wie gut es uns heute doch geht!“ Das waren nur einige Eindrücke nach dem Besuch im „Haus der Geschichte“ in Bonn.

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus hatte zu einer Tagesfahrt in die Bundesstadt am Rhein eingeladen. Exzellent vorbereitet und durchgeführt von Fritz Hesse (Reckenfeld) machten sich 40 Frauen und Männer aus dem gesamten Kreis Steinfurt auf den Weg, um Geschichte pur zu erleben. Das Ziel in diesem Jahr war bewusst gewählt, denn das Haus der Geschichte feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag. Am 14. Juni 1994 öffnete das Museum zum ersten Mal seine Türen. Damit gehört die eigene Geschichte schon zur Zeitgeschichte – und um die dreht sich in dem Museum alles.

Das Haus geht auf eine Initiative des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zurück. Die Vision von damals: Eine Sammlung zur deutschen Geschichte seit 1945 aufbauen. Erinnerungen und Kulturgüter sollen so vor dem Vergessen und Verschwinden bewahrt werden.

 Die Zeit nach 1945 war hart und entbehrungsreich. Davon zeugten nicht nur die vielen Exponate der Ausstellung, sondern auch so manche Beiträge der Fahrtteilnehmer. Denn viele von ihnen hatten diese Zeit als Kind persönlich erlebt.

Doch auch die Erinnerungen an die eigene Jugend war eines der Gesprächsthemen auf der anschließenden zweistündigen Rheinfahrt von Bonn nach Linz. Denn in der Ausstellung machten Schlager, Ausstellungsstücke und Ereignisse aus den 1950er und -60er Jahren diese Zeit wieder so aktuell, als seien erst einige Jahre vergangen.

 Politisch erlebte man die Entwicklung der beiden deutschen Staaten nach 1945. Viele erinnerten sich an die Berliner Luftbrücke, die vor 70 Jahren beendet wurde, erlebten erneut den Mauererbau in Berlin und die Wiedervereinigung an konkreten Ausstellungsstücken und durch viele interessante Informationstafeln.

Besonders diese Karikatur regte nicht nur zum Schmunzeln an…

Besonders im Mittelpunkt des Besuches stand auch die Ausstellung „Rückblende 2018, der deutsche Preis für politische Fotografie und Karikatur“. Hier werden 70 ausgewählte Fotografien, fünf Bilderserien und 50 Karikaturen gezeigt. Viele dieser Fotos lassen  das vergangene Jahr Revue passieren. So manche Karikatur, die sich mit der SPD beschäftigt, regte allerdings nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken an.

 

 

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