„Überragend wichtige Arbeit“ / SPD informiert sich über Arbeit der Streetworker

Kreistagsfraktion beim Streetworker

Beeindruckt zeigte sich die SPD-Kreistagsfraktion bei Ihrem Besuch der Evangelischen Jugendhilfe in Hörstel. Im Rahmen des Sommerprogramms lernten die Politiker die Arbeit des Streetworkers für die Stadt Hörstel, Maurice Hellbaum, kennen.

„Früher hingen die Jugendlichen nur auf der Straße – Vermüllung, Beschädigung, Ruhestörung hießen die Hauptprobleme. Durch die Digitalisierung sind unsere Aufgaben heute noch facettenreicher, wir müssen noch mehr Angebote machen, um die Jugendlichen dort anzusprechen, wo sie sind“, gibt Hellbaum einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Als er den Job Anfang dieses Jahres übernahm, fand der 27-Jährige ein Handy seines Vorgängers mit über 300 Kontakten, WhatsApp-Gruppen und Netzwerken vor – und konnte somit direkt loslegen. „Gute Kontakte sind die Basis.“ Und die versucht Hellbaum kontinuierlich auszubauen. Sein aktuellstes Projekt: die App „Dein Hörstel“. Hier sind die Jugendlichen niedrigschwellig zur Partizipation aufgerufen. Hier erhalten sie einen Überblick über aktuelle Projekte und Veranstaltungen. Und hier können sie ganz real an der Gestaltung der Stadt mitwirken. Konkretes Beispiel: „An der Neugestaltung und dem Ausbau der Skateanlage konnten die Jugendlichen in der App mitwirken, sich bestimmte Teile wünschen, über das Design abstimmen und sich kreativ einbringen“, erläutert Hellbaum.

Generell ist dem Streetworker an einem möglichst breiten Angebot gelegen. Sei es der Besuch eines Fußballspiels des VfL Osnabrück, die Gestaltung des alten Feuerwehrhauses als Treffpunkt, ein regelmäßiges offenes Sportangebot oder die Feier des Persisches Neujahrsfest für neue Mitbürger.

„Moderne Jugendarbeit ist für uns die Grundlage für funktionierende Städte und Gemeinde. Dass es in Hörstel einen Streetworker gibt, ist längst nicht selbstverständlich“, freut sich SPD-Fraktionschef Jürgen Coße auch über das große Engagement der Stadtverwaltung. Deren Oberhaupt, Hörstels Bürgermeister David Ostholthoff, schlug in die gleiche Kerbe und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Stadt.

Die Sozialdemokraten appellieren: „Wir würden uns wünschen, dass mehr Geld für Sozialarbeit, auch außerhalb der Schulen, zur Verfügung stünde. So könnten sich alle Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt diese – nur vermeintlich ‚freiwillige‘ Leistung erlauben Und so könnten wir mögliche Probleme überall an der Wurzel packen und mehr für die Jugendlichen tun.“

Bildunterschrift: Die Sozialdemokraten aus dem Kreis Steinfurt informierten sich zusammen mit Bürgermeister David Ostholthoff (r.) über die Arbeit des Streetworkers Maurice Hellbaum (2.v.r.)

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