„Ungerecht und unübersichtlich“ – SPD will einheitliches und preiswertes Schülerticket

Matthias Himmelreich

Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist der Bus das Mittel der Wahl um vom Wohnort zur Schule zu kommen. Dasselbe gilt für Freizeitangebote – sei es die Fahrt ins Freibad, in die Innenstadt oder ins Nachbardorf zu Freunden.

„Dabei stoßen Schüler wie Eltern leider auf ein kaum zu durchdringendes Tarifwirrwarr mit erheblichen Ungerechtigkeiten. Das wollen wir ändern“, erklärt Matthias Himmelreich, Kreistagsabgeordneter aus Lienen und Kandidat der SPD für das Amt des Landrates.

SPD-Verkehrsexpertin Anneli Hegerfeld-Reckert illustriert das Problem mit einem Beispiel: „Ein Gesamtschüler aus Nordwalde kann mit dem „FunTicket“ erst ab 14 Uhr für gut 19 € monatlich fahren. Vor 14 Uhr fallen für ihn zusätzliche Kosten an. Dagegen kann ein Schüler eines Berufskollegs unter bestimmten Voraussetzungen mit dem „FlashTicket Plus“ für gut 11 Euro rund um die Uhr fahren.“

Nach Meinung der Sozialdemokraten ist das ungerecht und unübersichtlich. Sie drängen auf ein einheitliches Ticket für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Schulform, Alter, Uhrzeit und Wohnort.

„Mobilität ist für uns ein herausragend wichtiges Zukunftsthema. Es ist nicht fair, wenn Jugendliche für das Treffen mit Freunden oder den Besuch der Großeltern im Nachbardorf darauf angewiesen sind, dass die Eltern sie fahren. Gut für Klima und Umwelt ist es auch nicht. Bus und Bahn müssen deshalb attraktiver werden – dazu gehören attraktive und transparente Preise“, findet Himmelreich.

Keine Kommentare vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.