Umweltschutz kann auch rot sein

Martina Kamphues

Dass Themen des Umweltschutzes immer schnell einer einzigen Partei zugeordnet werden, zeigt die Berichterstattung über die letzte Kreistagssitzung. Zwei Ranger hatte die SPD in einem Antrag an den Kreistag gefordert. „Angesichts der überragenden Bedeutung des Natur- und Landschaftsschutzes halten wir die Einrichtung der Stellen als politische Priorität für geboten und vertretbar. Um eine umfassende Aufgabenerfüllung sicherzustellen, beantragen wir die Einrichtung von 2,0 Stellen“ heißt es in dem Antrag von Anfang Februar. „Eine konnten wir in den Haushaltsberatungen durchsetzen. Darüber freuen wir uns natürlich. Aber wir ärgern uns über die Berichterstattung in der lokalen Presse“, so Martina Kamphues, Sprecherin der SPD-Fraktion im Umweltausschuss.

Als „Herzenswunsch“ war der Antrag dort bezeichnet worden. Allerdings waren die Ranger ein besonderes Anliegen der SPD, nicht der Grünen, wie fälschlicherweise berichtet wurde. Kamphues hatte mit ihren Mitstreiter:innen in den letzten Jahren schon mehrere Anträge auf den Weg gebracht. Die Initiative für einen plastiktütenfreien Kreis und der Antrag für eine Ökomodellregion im Kreis Steinfurt gehen auf ihre Anregung zurück. „Wir freuen uns natürlich, wenn unsere Anträge von anderen Fraktionen unterstützt werden. Aber es ärgert uns schon, wenn Inhalte, die auf unsere Initiative zurückgehen, nur anderen Parteien zugeschrieben werden“, so Kamphues, für die der Umwelt- und Naturschutz tatsächlich eine Herzensangelegenheit ist.

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