Foto: v.l.n.r. Thorsten Brockmeyer, Rolf Mützenich, Jürgen Coße, Norbert Heringloh-Poll, Bernhard Everwin, Thomas Brüggemann

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt – SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich besucht den FMO

Am 26.09.2021 wird der neue Bundestag gewählt. Auf Einladung des SPD-Bundestagskandidaten Jürgen Coße besuchte nun ein weiterer prominenter SPD-Politiker den Kreis Steinfurt: Rolf Mützenich, der seit 2019 der SPDBundestagsfraktion vorsitzt. Als Mitglied des Koalitionsausschusses verhandelt er oft nächtelang mit der Bundeskanzlerin über die Geschicke unseres Landes. Für den hiesigen Kandidaten Jürgen Coße war schnell klar, wohin diese Stippvisite gehen sollte: „Im Kreis gibt es viele Menschen, die von der CoronaKrise hart getroffen wurden. Dazu gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FMOs. Ihr Arbeitsplatz ist seit Jahrzehnten immer wieder Gegenstand von kontroversen Diskussionen. Einige Parteien fordern aktuell die Schließung ihres Arbeitgebers.“ Coße wollte dem Betriebsrat der Belegschaft am FMO die Möglichkeit geben ihre Sorgen direkt an die Bundesspitze zu senden. Also gab es keine große Veranstaltung mit vielen Besuchern, sondern ein intensives Gespräch in kleiner Runde.

Neben Mützenich und Coße nahmen der stellvertretende Geschäftsführer Thorsten Brockmeyer, der Betriebsratsvorsitzende des FMO Norbert HeringlohPoll und seine beiden Stellvertreter Thomas Brüggemann und Bernhard Everwin an dem Gespräch teil.

Viele Beschäftigte sind seit Jahrzehnten im Unternehmen. Sie haben gemeinsam mit dem Flughafen gute Jahre, aber auch Krisen überstanden. Kurz vor der CoronaPandemie hatten sie dazu beigetragen, dass sich der Flughafen auf einen positiven Kurs befand. Nach einer erfolgreich angestoßenen Entschuldung, hatten die Gesellschafter gerade einen Kredit zur Auflösung des Investitionsstaus beschlossen. Im ersten Quartal 2020 vermeldete der FMO als einziger Flughafen in Deutschland ein Verkehrswachstum. „Unter normalen Bedingungen hat der Flughafen eine jährliche Wertschöpfungskette von 184 Millionen Euro und rund 3.000 direkt und indirekt von ihm abhängige Arbeitsplätze. Damit ist er für unsere Region nicht nur das Tor zur Welt, sondern auch für unsere Wirtschaft ein wichtiges Element“, betonte Coße.

„Als die Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Deutschland zunahmen, waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort bereit in die Kurzarbeit zu gehen. Viele konnten über Monate nicht an ihren Arbeitsplatz

zurückkehren“ erinnert sich HeringlohPoll. Thorsten Brockmeyer betonte unterdes, dass der Flugbetrieb dennoch aufrecht erhalten blieb: „Es war ein ausdrücklicher Wunsch der Politik, dass eilige Fracht und Organtransporte, aber auch zahlreiche Businessflieger am FMO starten und landen konnten“.

Die Runde war sich einig darüber, dass das Kurzarbeitergeld bis in das Frühjahr verlängert werden muss. So erklärte Thomas Brüggemann, dass die Wintermonate für die komplette Reisebranche ohnehin die wirtschaftlich schwierigsten Monate sind.

„Der SPD ist klar, dass viele Unternehmen in große Probleme kommen, wenn sie nicht über den Dezember hinaus das Mittel der Kurzarbeit nutzen können. Wir werden uns daher auch beim Koalitionspartner

für eine erneute Verlängerung einsetzen.“, versprach Rolf Mützenich und betonte weiter: „Auch für die Energiewende muss uns allen klar sein, dass wir die klassischen Arbeiterinnen und Arbeiter brauchen.“ Auch hier war sich die Runde einig, dass der Klimawandel nur durch neue Konzepte und klimaneutrale Antriebsstoffe bekämpft werden kann und wenn dabei niemand auf der Strecke bleibt. Sowohl FMO als auch SPD wollen sich intensiv einbringen, damit die Energiewende erfolgreich gemeistert wird.