Jürgen Cosse und Sarah Lahrkamp

Lahrkamp und Coße: „Kliniksterben und Praxisschließungen sind Gefahr für die Gesundheitsversorgung“

Die SPD-Kandidaten Sarah Lahrkamp und Jürgen Coße wollen sich im Bundestag dafür einsetzen, die Gesundheitsversorgung auch im Kreis Steinfurt zu stärken. Gerade vor dem Hintergrund der Pandemie hat die zunehmende Schließung von Krankenhäusern im ländlichen Raum enorme Sorgen bei der Bevölkerung ausgelöst. „Wir brauchen ein neues System der medizinischen Versorgung und der Finanzierung. Dafür führen wir wohnortnahe Basis- und Notfallversorgungszentren ein, in denen Ärzt*innen und Therapeut*innen ambulante, stationäre und pflegerische Versorgung anbieten und eng mit Spezial – und Universitätskliniken zusammenarbeiten“, erklärte die Bundestagskandidatin für Borken I – Steinfurt I, Sarah Lahrkamp. „Außerdem wollen wir die Zwei-Klassen Medizin abschaffen: Wir werden eine Bürgerversicherung einführen, die allen einen gleich guten Zugang zur wohnortnahen, medizinischen Versorgung garantiert“, so Jürgen Coße. Gute Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Wohnort oder Versichertenstatus abhängig sein, so die beiden Sozialdemokraten.

Zudem sollen die Potenziale der Digitalisierung für die Verbesserung von Diagnosen und für die flächendeckende gesundheitliche Versorgung mehr genutzt werden. „Die Digitalisierung kann die Versorgungsqualität und die Effizienz gerade auch der Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum verbessern“, so Lahrkamp. Für die Sozialdemokratie sei aber klar, dass die Digitalisierung medizinisches, psychotherapeutisches und pflegerisches Personal nicht ersetzen kann. Deswegen sei es notwendig Ärzte stärker in den ländlichen Raum zu locken „Im Kreis Steinfurt haben wir zum Teil bereits eine medizinische Unterversorgung. Zudem sind beispielsweise die Hausärztinnen und -ärzte überdurchschnittlich alt. Viele arbeiten noch deutlich über dem 70. Lebensjahr. Wir setzen uns dafür ein, dass junge Ärztinnen und Ärzte auf das Land kommen, um die Gesundheitsversorgung dauerhaft sicherzustellen“, machte Jürgen Coße abschließend deutlich.