„Wir versuchen immer, am Ende ein Stück Hoffnung zu geben“

Loslassen ist schwer. Besonders, wenn der Abschied für immer ist. Menschen in dieser Lebensphase zu begleiten und unterstützen, dieses Ziel haben sich die Hospizvereine im Kreis Steinfurt gesetzt. Auf Initiative der stellvertretenden Landrätin Gisela Lang nutzten Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion im Rahmen des Sommerprogramms die Möglichkeit, sich mit den ehrenamtlichen MitstreiterInnen eines neu gegründeten Hospizvereins auszutauschen.

Loslassen ist schwer. Besonders, wenn der Abschied für immer ist. Menschen in dieser Lebensphase zu begleiten und unterstützen, dieses Ziel haben sich die Hospizvereine im Kreis Steinfurt gesetzt. Auf Initiative der stellvertretenden Landrätin Gisela Lang nutzten Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion im Rahmen des Sommerprogramms die Möglichkeit, sich mit den ehrenamtlichen MitstreiterInnen eines neu gegründeten Hospizvereins auszutauschen.

„Wir begleiten Menschen am Lebensende in ihrer vertrauten Umgebung und möchten für Sie und Ihre Angehörigen da sein“, heißt es auf der Homepage der Hospizgruppe Horizonte Hörstel (hospizgruppe-horizonte-hoerstel.de). Sterbende und Trauernde mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein zu lassen, Ansprechpartner außerhalb des privaten Umfeldes zu sein, helfe oft, den Alltag besser zu bewältigen, berichtet die 1. Vorsitzende Beate Bühner. „Trauer richtet sich nicht nach dem Kalender. Manche Menschen brauchen sehr lange, um mit dem Abschiedsschmerz umzugehen“, betont Georg Blom. Wie seine beiden Kolleginnen ist auch er ausgebildeter Trauer- und Sterbebegleiter. Die Ausbildung werde von verschiedenen, auch nicht konfessionellen Trägern angeboten, erklären sie auf Nachfrage. Zur Bewältigung der Erfahrungen als Begleitperson helfe der Austausch im Team und bei Netzwerktreffen mit anderen Ehrenamtlichen im Kreis Steinfurt. Auch professionelle Unterstützung gäbe es bei Bedarf. Die ersten Hospizvereine im Kreis Steinfurt wurden bereits vor über 20 Jahren gegründet, erfahren die SPD-Kreistagsabgeordneten. Heute gäbe es zwei stationäre Hospize, mehrere Palliativstationen in den Krankenhäusern und elf ambulante Hospizvereine. „Unser gemeinnütziger Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wir freuen uns über jeden Euro, um Fortbildungen, Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen, Fahrtkosten oder auch Raummieten bezahlen zu können“, erklärt Beate Bühner. Damit ihre Hospizgruppe bekannter wird, hat der Hörsteler Verein nicht nur die sehr informative Homepage erstellen lassen.

Einmal im Monat laden die Ehrenamtlichen auch zu einem Hospizcafé im Jugendheim St. Reinhildis ein, das sehr gut angenommen werde. „Wir möchten dazu beitragen, dass über Gefühle, die mit Abschied und Verlust verbunden sind, gesprochen werden darf“, betont die Leiterin des Hospizcafés und 2. Vorsitzende, Adelheid Windt. Das ist auch der Politik wichtig. Das Thema werde im Kreis Steinfurt seit vielen Jahren parteiübergreifend begleitet und unterstützt, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Middendorf. Eine Aufstellung aller im Kreis Steinfurt aktiven Gruppen und Vereine findet sich auf der Homepage des Steinfurter Hospizvereins www.hi-steinfurt.de unter „Service“, „Netzwerk Hospiz“.